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Lebensdauer deines Autos verlängern, Tipps!

Ich denke jeder kennt es, Nachbarn die alle vier Jahre ein neues Auto kaufen. Als Begründung sagen sie sowas wie: „Verkaufen, bevor die Reparaturen kommen!“. Doch stimmt das wirklich? Ist es finanziel sinnvoll, sein Auto häufig gegen ein neues Auszutauschen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erfährst du in diesem Artikel. Zudem erkläre ich dir, was du tun kannst, um die Lebensdauer deines Fahrzeuges signifikant zu steigern.

 

Ist ein neues Auto sinnvoll?

Diese und weitere Fragen beantworte ich aus der Sicht eines normalen Angestellten. Bei Unternehmern, Ärzten, Selbstständigen, Beamten und Diplomaten sieht das natürlich wieder ganz anders aus.

Meine Antwort: Nein. Neuwagen sind keine gute Idee, da sie noch viel im Wert verlieren werden. Alleine bei der Zulassung verliert das Auto schon einiges an Wert. Bei sehr luxuriösen Fahrzeugen kommt es auch häufig vor, dass sich in den ersten Jahren diverse Mängel herausstellen, die dann im Zuge von Rückrufaktionen repariert werden. Manchmal kommt es auch vor, dass Mängel vom Hersteller erkannt werden und trotzdem die Fahrzeugbesitzer zahlen müssen. Um sich diesen Ärger zu ersparen, würde ich zumindest drei Jahre das Fahrzeugmodell beobachten. Probleme und Hilfestellungen kann man sehr gut in den unterschiedlichsten Foren nachlesen. Wenn jetzt jemand sagt, dass man auf einem Neuwagen gute Rabatte auf den Listenpreis bekommt, so ist das natürlich richtig. Ein Auto mit einem Listenpreis von 115.000€ geht nicht selten um 85.000€ über den Ladentisch. Das ist natürlich von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, doch im Falle eines Vorführfahrzeuges mit ca. 5000 km oft der Fall. Jetzt darf man sich jedoch nicht von den Rabattten täuschen lassen. Ist dieses Auto eine Limousine oder ein SUV, so ist der Wertverlust enorm. Nach 8 Jahren ist solch ein Fahrzeug vielleicht noch 15.000€ Wert. Bei Sportwagen sieht das wieder ganz anders aus, da ist der Wertverlust im Normalfall weitaus geringer. Wer jetzt dieses 8 Jahre alte Auto kauft, der muss fast keinen Wertverlust mehr tragen und kann sein Geld stattdessen teilweise für Reparaturen bereitlegen. Bei Fahrzeugen der Oberklasse würde ich ca. 2000€ Reparaturkosten pro Jahr beanschlagen. Der Wert kann natürlich stark je nach Fahrweise und Vorbesitzer abweichen.

 

Wie kann ich die Lebensdauer meines Fahrzeuges erhöhen?

Jetzt denke viele sicher an komplizierte technische Veränderungen am Fahrzeug, doch diese Menschen muss ich leider enttäsuchen. Es ist viel einfacher die Lebensdauer seines Autos zu erhöhen, als sich die meisten Menschen vorstellen können. Die Top 5 der wichtigsten Dinge die zu beachten sind, stelle ich hier vor:

5 Dinge, die dein Fahrzeug braucht um lange zu funktionieren

  • Regelmäßigen Ölwechsel: Wenn die Serviceintervalle eingehalten werden, so ist das schon mal nicht schlecht. Gut ist jedoch etwas anderes. Die Ölwechselintervalle bei den heutigen Autos sind viel zu lange gewählt. Bei manchen Fahrzeugmodellen soll das Motoröl angeblich 50.000 Kilometer halten. Wenn man sein Auto nach dieser Laufleistung sofort verkauft, so ist man bei diesem Deal eindeutig der Gewinner, da man wenig Werkstattkosten hatte und das Auto problemlos lief. Lediglich der Käufer fährt nun eine tickende Zeitbombe. Egal welche Intervalle bei deinem Auto angegeben sind. Ein regelmäßiger Ölwechsel (10.000 km oder 1 mal Jährlich, je nachdem was früher eintritt) ist unerlässlich. Wer sich schon einmal einen Motor von innen angesehen hat, der wird meine Einstellung nachvollziehen können. Motoröl ist übrigens nicht nur Schmierstoff sondern dient auch zur Kühlung. Es ist sozusagen das Lebenselexier eines jeden Motors.
  • Langsam warmfahren: Wenn der Motor im Winter kalt ist, hat das Motoröl eine sehr hohe Viskosität. Das bedeutet, dass die wichtigen Bauteile im Motor nicht gut geschmiert werden können. Fährt man in diesem Zustand mit hoher Last und oder hoher Drehzahl, so kommt es zu einem erhöhten Verschleiß im Motor. Daher sollte auf starkes Beschleunigen so lange verzichtet werden, bis der Motor auf Temperatur ist.
  • Regelmäßige Autowäsche: Vorallem im Winter ist eine regelmäßige Autowäsche pflicht. Salz wird auf den Straßen gestreut, um die Fahrbahn benutzbar zu machen. Dieses Salz legt sich am ganzen Auto an und fördert die Entstehung von Rost. Deshalb gehört im Winter nicht nur der Lack gewaschen, sondern auch der Unterboden.
  • Unterbodenrostschutz: Wie schon beim vorigen Punkt angemerkt, wird der Unterboden im Winter sehr stark belastet. Um unnötige Reparaturen vorzubeugen sollte daher eine Unterbodenkonservierung durchgeführt werden. Dabei richtet sich der Aufwand nach Alter und Wert des Fahrzeuges. Bei einem 10.000€ teuren Auto würde ich nicht mehr als 300€ dafür inverstieren. Bei einem sehr teuren Auto hingegen würde ich zusätzlich eine Hohlraumkonservierung durchführen lassen. Diese kostet dann bestimm das dreifache, ist jedoch auch Wertsteigernd.
  • Fehler sofort reparieren: Wenn dein Auto Probleme macht oder im Kombiinstrument eine Fehlermeldung ausgibt, so kümmer dich sofort darum. Entweder du verfügst über das notwendige Fachwissen oder du fährst in eine Werkstatt. Viele Fehler sind deutlich harmloser, wenn sie sofort erkannt und behoben werden. Bei quietschenden Riemen sollte dringenst eine Werkstatt aufgesucht werden. Entweder es sind Umlenkrollen kaputt oder ein Nebenaggregat hat defekte Lager. Soetwas kann sehr schnell mit einen Motorschaden enden.

Ich hoffe ich konnte dir wertvolle Tipps und Tricks zeigen, mit denen du hoffentlich noch lange eine große Freude an deinem Auto hast. Hier geht es weiter zur Fahrzeugreinigung.

4 Kommentare

  1. Hallo!

    Ich bin stolzer Besitzer eines blauen Opel Astra H 1.3 CDTI mit einem Kilometerstand von über 330.000km. Das Auto wurde sehr viel mit günstigem Diesel gefahren, und nur nach Herstellerangaben gewartet. Es sieht zwar zugegebenermaßen äußerst mitgenommen aus (unter anderem weil es oft ‚bis zum Anschlag‘ eingeparkt wurde), hat aber erst kürzlich wieder eine Zulassungsverlängerung erhalten und fährt immer noch. Meine Freunde und ich sind äußerst erstaunt und fragen uns wie lange das Auto wohl noch rollen wird. Kann man darüber eine Aussage machen, und sind sie auch der Meinung, dass man Autos fahren sollte, bis das Armaturenbrett leuchtet wie ein Weihnachtsbaum?

    Vielen Dank für den tollen Artikel!

    1. Hallo opeldriver23!
      Gratuliere zu diesem hohen Kilometerstand! Aufgrund dieses Kilometerstandes kann man von einem Restwert im niedrigen vierstelligen Bereich sprechen. Da würden sich übermäßig aufwändige Reparaturen nicht mehr auszahlen. Am besten machst du das notwendigste um deinen Wagen am Leben zu halten.
      Ich kann die Laufleistung nicht vorhersagen, schätze aber, dass die 400.000 Kilomter Marke geknackt werden kann. Wenn sich der Zahnriemen in einem guten Zustand befindet (keine Risse) und keine ungewöhnlichen Geräusche aus dem Motorraum hörbar sind, sowie die volle Motorleistung vorhanden ist, so wird er sicherlich noch eine Weile funktionieren.
      Wenn das Armaturenbrett wie ein „Weihnachtsbaum“ leuchtet (sehr cooler Audruck übrigens :)) so würde ich den Fehlerspeicher auslesen lassen. Sicherheitsrelevante Systeme gehören immer gewartet! Da er eh ein frisches Pickerl bekommen hat, wird zum jetzigen Zeitpunkt alles in Ordnung sein.

      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,
      Georg

  2. Ich kann sagen: „Ja, mein Auto ist es wert“

    Ich habe meinen Honda von meinem Vater geschenkt bekommen. Das heißt, dieser hat einen persönlichen Wert für mich. Leider läuft er nicht mehr. Aus diesem Grund möchte ich ihn definitiv erst reparieren lassen bevor ich ihn verkaufe.

  3. Mein Onkel hat in seinem Auto viele Kratzer, Beulen und hat keine Zeit das Auto zupflegen. Kein wunder das die Lebensdauer seines Autos niedrig ist. Ich wusste gar nicht, das Salz das Auto so angreift und sogar rost fördert. Freunde haben uns geraten einen Spezialtesten aufzusuchen, der sich mit nanoversiegelungen auskennt für die Perfekt Lackpflege.

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