Polieren des Autolacks

Die Grundlage für den Poliervorgang ist eine gründlich durchgeführte Autowäsche!

Abkneten des Lacks

Auto Lackknete Anwendung

Ein sehr wichtiger Schritt zwischen dem Waschen des Fahrzeuges und dem Polieren ist das Abkneten des Fahrzeuglacks mithilfe einer Reinigungsknete. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Fahrzeuglack frei von jeglichen Verschmutzungen ist. Sind verschmutzungen im Fahrzeuglack vorhanden und man beginnt zu polieren, so fängt man sich nur noch mehr und in vielen Fällen sogar noch tiefere Kratzer ein.

Was wird benötigt?
mehrere Mikrofasertücher
Reinigungsknete
Gleitspray

Anwendung:
Zunächst nimmt man einen kleinen Teil der Knete und formt sie zu einem Teller. Anschließend besprüht man die Knete, damit sie nicht auf den Handschuhen festklebt. (Handschuhe siehe „Arbeitsschutz) Nun sprüht man kleine Teilflächen des Fahrzeuglacks ein (ca. 40x40cm). Nun gleitet man mit der Knete ohne Druck auszuüben auf dem Fahrzeuglack mit geraden Bewegungen. Kreisförmiges reiben sollte vermieden werden, da sich sonst Kratzer bilden könnten. Ist man ein bis zweimal mit der Knete über den Lack „gegleitet“, so sollte man sofort merken, dass sich die Oberfläche glatter anfühlt.
Die Überreste des Gleitspray werden nun mit einem Mikrofasertuch abgenommen.
In regelmäßigen Abständen sollte kontrolliert werden, ob die Lackknete verschmutzt ist. Ist dies der Fall so kann man die Knete zu einer Kugel formen und anschließend erneut zu einem Teller. Nun sollte sie wieder sauber sein.
Achtung: Fällt die Lackknete auf den Boden, so sollte man sie nicht mehr verwenden! (Gefahr der Entstehung von Kratzern im Lack)

Abkleben vor dem Polieren

Beim Polieren kann es immer wieder vorkommen, dass man nicht nur den Lack mit dem Polierpad berührt sondern auch Kunststoffteile, Gummiteile, Chromleisten, Scheinwerfer,.. usw.. Da diese somit sehr leicht Beschädigt werden könnten, wird mit einem speziellen Abdeckband der Bereich der Teile, welche sich direkt neben lackierten Flächen befinden, abgeklebt. Normales Klebeband darf am Auto jedoch nicht verwendet werden. Klebstoffrückstände könnten auf den Teilen zurückbleiben und im schlimmsten Fall kann sich bei Verwendung von sehr starken Klebebändern der Lack  mitablösen. Um dies zu vermeiden, gibt es spezielle Klebebänder für Autos.

Das Abkleben ist wirklich sehr wichtig, da durch die hohe Drehzahl der Poliermaschine Kunststoff sofort zerkratzt oder schmilzt. Zusätzlich bleicht die Politur Kunststoffe aus, was nur schwer bzw. garnicht rückgängig gemacht werden kann.

Was wird benötigt?
3M Abdeckband

Einschätzung des Polieraufwands

Zunächst musst du dir im klaren sein, was du eigentlich mit der Lackaufbereitung erreichen willst. Wenn du
ausschließlich mit deinem Fahrzeug in eine Waschstraße fährst, so empfiehlt es sich nicht eine 3-Stufen Lackaufbereitung zu machen. Feine Kratzer sind nämlich nach mehreren Besuchen in der Waschstraße wieder vorhanden. Für Waschstraßenbenützer empfehle ich die Verwendung einer Allroundpolitur.

Der Vorteil einer Allroundpolitur liegt auf der Hand: In nur einem Poliervorgang werden mittelstarke Kratzer entfernt. Da sich die Politur während des Poliervorgangs verfeinert, werden auch die ganz feinen Kratzer zum Großteil entfernt und man erhält einen spiegelglatten Lack. Meist sind in diesen Allroundpolituren Wachse mit dabei. So entfällt der Auftrag des Wachses oder einer Versiegelung nach der Politur. Der Nachteil liegt darin, dass stärkere Kratzer nicht beseitigt werden können.

Willst du deinen Fahrzeuglack richtig neu aussehen lassen, so kommst du um einen zumindest zweistufigen Poliervorgang nicht herum. Dazu beginnst du mit einen mittelharten Polierpad und einer Schleifpaste. Teste an einem kleinen Stück (40x40cm), ob du damit die großen Kratzer entfernen kannst. Wenn nicht, versuche es mit einem härteren Polierpad. Da jeder Fahrzeughersteller unterschiedliche Lackhärten (harter Lack -> Kratzer sind sehr schwer zu entfernen) hat und diese auch über die einzelnen Modelle und Baujahre varieren, kann ich keine genaue Empfehlung für deinen Fahrzeuglack aussprechen. Nur durch Versuche am eigenen Fahrzeug kannst du schnell die richtige Kombination aus Polierpad und Politur herausfinden.

Hast du nun die Schleifpaste verarbeitet, so sind hoffentlich alle größeren Kratzer verschwunden. Dir wird jedoch schnell auffallen, dass nun viele kleine meist kreisförmige Kratzer (sehen aus wie Spinnweben) vorhanden sind. Diese werden oft durch Schleifpasten verursacht und lassen sich nicht vermeiden. Nun willst du natürlich auch diese Kratzer entfernen. Dazu gibt es sogenannte Feinschleifpasten und weiche Polierpads. Wenn du mit einer exzentrischen Poliermaschine arbeitest, was ich dir übrigens als Einstieg in die Welt des Polierens sehr empfehle, sieht dein Lack nun fast vollständig kratzerfrei aus.

Wenn dir nun der Glanz noch nicht ausreicht und du noch richtig feine Kratzer entdecken kannst, so empfehle ich dir einen Polierdurchgang mit einer Hochglanzpolitur und einem weichen Pad.

Hier habe ich für dich die drei unterschiedlich harten Polierpads aufgelistet:

Die passenden Polituren findest du hier:

 

Anleitung: Polieren mit der Hand

Durch das Polieren wird ein Fahrzeug beträchtlich aufgewertet. Meist kostet es aber auch viel Geld die ganzen Utensilien zu kaufen, die für eine Politur des Fahrzeuges benötigt werden. Hier möchte ich dir die günstigsten Produkte für den Einstieg in die Welt des Polierens zeigen. Mehr als ein paar Mikrofasertücher, einen Polierschwamm, eine Politur und ein Detailer wird nicht benötigt. Es gibt viele unterschiedliche Polierhilfen die einmal mehr einmal weniger komfortabel sind. Ein gutes Preis- Leistungsverhältnis bietet der Sonax P-Ball.

Du musst dir jedoch im Klaren sein, dass eine händische Politur niemals mit einer maschinell durchgeführten Politur mithalten kann. Kratzer lassen sich auch nur in den seltensten Fällen händisch entfernen. Eine Politur per Hand dient viel mehr der Erzeugung von Glanz ohne hohe Kosten. Wunder darfst du dir aber nicht erhoffen 😉

Die Poliermaschine

Die Poliermaschine ist eines der essentiellsten Werkzeuge bei der Fahrzeugaufbereitung. Daher sollte man eine Maschine besitzen mit der man gut Arbeiten kann. Im Grunde genommen gibt es lediglich zwei Arten von Poliermaschinen. Diese unterscheidet man aufgrund der Bewegung des Poliertellers: rotatorisch oder exzentrisch
Da bei einer Exzenter-Poliermaschine die Ergebnisse als Anfänger sowie als Semi-Profi wesentlich besser sind, empfehle ich die Verwendung einer solchen sehr. Zudem können mit einer Exzenter-Poliermaschine keine Kratzer entstehen. (zumindest sehr selten)

In den Produktbeschreibungen befindet sich immer die Angabe des Poliertellerdurchmessers. Für ein optimales Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis empfehle ich einen 145/148/150mm Teller zu Verwenden.

Die passenden Polierpads findest du hier:

Die ersten beiden Poliermaschinen besitze ich selbst. Das teurere Modell ist für Anfänger jedoch nicht geeignet, da sehr leicht Kratzer entstehen können oder der Lack an dünnen Stellen (z.B. Kanten) zu stark abgetragen wird. Daher empfehle ich dir ausschließlich die Vossner DAP6800.

 

Anleitung: Polieren mit der Poliermaschine

Beim Polieren werden Teile der Klarlackschicht abgetragen. Somit werden Kratzer unkenntlich gemacht bzw. weggeschliffen.
Zunächst setzt man das Polierpad auf den Teller der Maschine und prüft das Pad auf festen Sitz. Nun sprüht man einen Sprühstoß Detailer (z.B. Sonax Turbolackschutz) auf das Pad. Jetzt gibt man 3-4 Tropfen (Erdnussgröße) Politur auf das Pad. Anschließend lässt sich die Politur durch andrücken des Pads auf dem Lack verteilen. Dazu sollte eine Fläche von ca. 40cm x 40cm gewählt werden. Mit niedrigster Stufe verteilt man jetzt die Politur etwas besser, bevor man die Politur auf mittlerer Stufe einfährt.
Beim Polieren fährt man immer gerade Bahnen und im Kreuzstrich. Kreuzstrich bedeutet, dass man immer eine Teilfläche zuerst vertikal mit 50% Überlappung und anschließend horizontal mit 50% Überlappung abfährt. So ist eine gleichmäßige Lackbehandlung gewährleistet.
Wichtig: Es sollen immer nur einzelne Fahrzeugteile poliert werden und nicht über die Kanten hinaus. Da der Lack beim Lackieren immer von Kanten abrinnt, ist die Lackschichtdicke an Kanten geringer und die Gefahr des Durchpolierens wesentlich größer.

Die Lackschichtdicke lässt sich übrigens mit einem speziellen Messgerät messen:

Wenn du dich als Profi-Aufbereiter etablieren willst, kannst du dir so ein Gerät zulegen. Im Normalfall wird es jedoch nicht benötigt.

Polieren der Auspuffendrohre

Wenn Ihr Fahrzeug Auspuffblenden aus Edelstahl besitzt, ist es möglich mithilfe eines Mikrofasertuches und einer
speziellen Metallpolitur jegliche Art von Schmutz zu entfernen. In den meisten Fällen sehen die Auspuffblenden dann wieder wie neu aus.Auspuffendrohr

Anwendung:
Einen großen Tropfen Politur auf ein Mikrofasertuch auftragen und mit Kreisenden Bewegungen über die Metalloberfläche polieren. Anschließend sind die Politurreste mit einem sauberen Teil des Tuches abzuwischen.

Was wird benötigt?
Mikrofasertuch
Metallpolitur

Nachdem nun die Lackpolitur beendet ist, geht es weiter mit der Versiegelung des Fahrzeuglacks. Klicke dazu hier.